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Entstehung der Orte Berthelsdorf und Albendorf

 

Im elften Jahrhundert kamen aus Böhmen zwei Brüder, Berthold und Albert Brückner, ins Raben- und Überschaargebirge, um sich dort eine neue Heimat zu gründen. Diese beiden Brüder verstanden die Kunst der Glasbereitung und beabsichtigten, in dem Gebirge eine Glashütte zu errichten. Für ihr Unternehmen schien ihnen eine im südöstlichen Teile des Rabengebirges gelegene Schlucht besonders geeignet, weil durch sie ein wasserreicher Bach floß. Diese Schlucht, in der die Ansiedler die Glashütte errichteten, hieß von nun an Glasergrund, und den Bach nannte man das Glaserwasser. Als die Talsohle abgeholzt war, war diese Schlucht großen Überschwemmungen ausgesetzt, so daß die Glashütte und die Wohnungen durch sie zerstört wurden. Durch den vielen Schutt, den die Wassermassen immer wieder mit sich führten, wurden die Trümmer der Glashütte und der kleinen Ortschaft samt dem kleinen Kirchlein nach und nach immer mehr verschüttet, bis zuletzt von der Niederlassung nichts mehr zu sehen war.

 

Als die Glashütte und die Häuser zerstört waren, zogen die beiden beiden Brüder Brückner und die übrigen Bewohner des Glasergrundes am Wasser abwärts, um sich an einem anderen nahegelegenen Orte anzusiedeln. Berthold, der ältere von den beiden Brüdern, baute sich mit einigen Leuten da an, wo das Glaserwasser eine große Biegung macht und nannte diesen OrtBertholdisdorf. Albert legte etwas südlich am Glaserwasser eine neue Siedlung an, welche den Namen Albertsdorf erhielt.

 

Quelle: Der schlesische Gebirgsbote 

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Publikationsstand dieser Seite:22/04/08

 

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