Anzahl, Verteilung und Zusammensetzung der deutschen Bevölkerung Danzigs, des Memellandes und Polens nach dem Stande von 1944

Gebiete mit deutscher Bevölkerung außerhalb d. dt. Ostgrenzen
v. 31.12.1937

Alteingesessene
dt. Bev.

Umsiedler

Deutsche aus dem Reich

Insgesamt

Danzig

394 000

-

10 000

404 000

Memelland

129 000

-

5 000

134 000

Polnische Gebiete des Reichsgaüs Danzig-Westpreußen

210 000

57 000

40 000

307 000

Reichsgau Wartheland

230 000

250 000

194 000

674 000

An die Provinz Ostpreußens angegliederte polnische Gebiete

31 000

8 000

26 000

65 000

Ostoberschlesien

238 000

38 000

100 000

376 000

Generalgouvernement

80 000

-

100 000

180 000

Insgesamt

1 312 000

353 000

475 000

2 140 000

62 %

16 %

22 %

100 %

Anzahl und Verteilung der Luftkriegsevakuierten in Ostdeutschland
(Feb./März 1944)

Ostpreußen

200.000

24,2 %

Ostpommern

100.000

12,1 %

Ostbrandenburg

75.000

9,1 %

Schlesien

450.000

54,6 %

Oder-Neiße-Gebiet insgesamt

825.000

Die einzelnen Etappen der Ausweisung

Anzahl der Ausgewiesenen

Vor dem Potsdamer Abkommen (Juni/Juli 1945) vor allem aus Ostbrandenburg, Ostpommern und Niederschlesien

250 000

Vom Spätsommer bis Spätherbst 1945 aus allen ostdeutschen Gebieten mit Ausnahme des sowjetisch verwalteten Ostpreußen

400 000

Während des Jahres 1946 vor allem aus Schlesien, Ostpommern und dem polnisch verwalteten Ostpreußen

2 000 000

Während des Jahres 1947 aus allen polnisch verwalteten deutschen Ostgebieten und aus dem sowjetisch verwalteten Ostpreußen

500 000

Während des Jahres 1948 aus dem sowjetisch verwalteten Ostpreußen und aus Polen

150 000

Während des Jahres 1949 aus dem sowjetisch verwalteten Ostpreußen

150 000

In den Jahren 1950 - 1951 im Rahmen der Aktion Link

50 000

Insgesamt

3 500 000

Nachdem 1950/51 mit den letzten größeren Ausweisungstransporten aus Polen und den polnisch verwalteten Gebieten die Ausweisung der Deutschen zum Stillstand gekommen war und Hunderttausende von Deutschen schon vorher infolge der katastrophalen Lebensverhältnisse, unter denen sie besonders in den Jahren 1945 und 1946 zu leben hatten, zugrunde gegangen waren, blieben von der Bevölkerung deutscher Staatsangehörigkeit, die bei Kriegsende in den Reichsgebieten östlich der Oder-Neiße-Linie gelebt hatte, und von den Deutschen, die ehemals in Danzig und in Polen ansässig waren, noch etwa 1 000 000 Menschen zurück.

 

Verluste der ostdeutschen Bevölkerung durch Kriegseinwirkung und infolge der Vertreibung (1939 – 1950)

Reichs- gebiete jenseits der Oder und Neiße

Bevölkerungsstand von 1939 plus Bevölkerungs-zuwachs während der Kriegszeit

Anzahl der Vertriebenen aus dem Reichsgebiet vöstlich der Oder-Neiße in das Bundesgebiet u. die Sowjetzone

Noch in ihrer heimatlich befindlich

Differenz (Verluste durch Kriegseinwirkung und Vertreibung)

Ostpreußen

2 619 000

1 930 000

73,7 %

75 000

2,9 %

614 000

23,4 %

Ostpommern

1 985 000

1 495 000

75,3 %

50 000

2,5 %

440 000

22,2 %

Ostbrandenburg

659 000

410 000

62,2 %

10 000

1,5 %

239 000

36,3 %

Schlesien

4 824 000

3 250 000

67,4 %

700 000

14,5 %

874 000

18,1 %

Insgesamt

10 087 000

7 085 000

70,2 %

835 000

8,3 %

2 167 000

21,5 %

NavUp12

Qülle: Flucht und Vertreibung, Frank Grube/Gerhard Richter, Hoffmann und Campe

Zur Aktion Link suche ich immer noch Material, da ich nichts über diese Aktion weiss. Für eine Email schlesien@mattern-online.info bin ich dankbar.

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Publikationsstand dieser Seite:07/04/08

 

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