Das nachfolgende Gedicht wurde mir freundlicherweise von einem Schlesier zur Verfügung gestellt.
Bei der Durchsicht alter Papiere, hat er eine Beschreibung der Zustände in Niederschlesien nach 1945 gefunden.
Das Ganze ist in Gedichtform in schlesischer Mundart gehalten und beträgt im Original mehrere Seiten.
Das Gedicht wurde 1947 in Friedland /Kreis Waldenburg abgeschrieben und damals von den Schlesiern heimlich von Hand zu Hand weitergereicht und wieder abgeschrieben. Bei wem es entdeckt wurde, musste für Leib und Leben fürchten.
Ich habe das Gedicht in zwei Formen aufgeführt:
mit hochdeutscher Übersetzung
in Sütterlin
Eine zweite Variante wurde mir freundlicherweise von Wolfgang Leistritz zur Verfügung gestellt.
Dieses ähnliche Gedicht (ebenfalls mit hochdeutscher Übersetzung) hat sein Landsmann G. Langer aus Reußendorf im Nachlass seiner Eltern gefunden. Es ist 1945/46 in Waldenburg und Umgebung entstanden und ebenfalls durch Abschreiben überliefert. Der oder die Verfasser sind nicht bekannt.
Zu beachten ist bei beiden Gedichten, dass sie vom Inhalt her ziemlich identisch sind, aber sie doch Abweichungen enthalten. Zu beobachten ist weiterhin, dass ein Unterschied im Dialekt erkennbar ist.
Und, natürlich, geht bei der Übersetzung ins Hochdeutsche der humorvolle Charakter oder, besser, der Galgenhumor verloren. Die Übersetzung soll lediglich den Inhalt verständlich machen, dadurch fallen die Reime zum Teil weg. Trotzdem viel Spaß beim lesen und das Nachdenken darüber nicht vergessen.
Publikationsstand dieser Seite:23/06/08