(Rübezal, Rübezagel; der Herr der Berge) Im Riesengebirge haust dieser Waldgeist, Dämon oder Schrat, der ursprünglich den slawischen Mythen entstammt (böhm. Rybecal oder Rybrcol).
Jacob Grimm trennt die Schrate, mit ihnen auch den Rübezahl, von den Alben ab (GRIMM, I, 397), doch werden sie auch zu ihnen gerechnet (so RROWSMITH, 272) und in die Gruppe der „Hoi-Hoi-Männer” gestellt.
Rübezahl ist von wandelbarer Gestalt, wer durch das Riesengebirge streift kann nie sicher sein, daß eine Kreatur nicht dieser Herr der Berge ist. Er verwandelt nicht nur sich selbst, auch Dinge und Tiere aller Art sowie den Menschen kann er die Gestalt ändern. Ist er dem Wanderer gutgesinnt, verwandelt er ihm Verschiedenes in Gold. Wer mit Respekt aus seiner Qülle trinkt, den beschenkt er mit Edelsteinen. Treibt Rübezahl hingegen Schabernack, dann führt er einen hoffnungslos in die Irre, läßt Unwetter heraufziehen oder Ohren, Hörner und Bärte wachsen.
Johann Prätorius gab zahlreiche Rübezahlsagen heraus, die seit dem 15. Jahrhundert im Riesengrund des Isergebirges aufkamen (1662-1672)
"Legenden vom Rübezahl", Musäus, Johann Karl August (1735 - 1787), "Jugendträume, Eine Sammlung von Märchen, Schwänken, Sagen, Erzählungen und Abenteürn für das junge Volk", Rhein-Elbe-Verlag, Hamburg, 1927



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Publikationsstand dieser Seite:02/06/11