Schlesische Witze
Antek trifft Frantek auf der Straße. Frantek sieht niedergeschlagen aus. Antek: "Maensch, Pieron, was machst du fier Gesicht?" Frantek: "Hab Prozess verloren." Antek: "Du hast Prozess verlorä´n? Gegen wän?" Frantek: "Na, gegen Fiskus." Antek: “Was du nich sagst, gegen Fiskus? Ja laebt daer immer noch? Schon mein Grussvater hat Prozess gehabbt mit ihm und verloren."

Antek und Frantek müssen mit der ganzen Schicht zur aerztlichen Untersuchung. Vorher ist gründliche Reinigung in der Waschkaü befohlen. Als Antek vor dem Arzt steht, bemerkt Frantek: "Antek schau - hastu linkes Bein noch ganz dunkelweiss." "No - werd ich gewaschen haben Bein vom Nachbarn im Gedränge.

Frantek kommt spaet in der Nacht nach Hause, sternhagelvoll. Seine Frau "Ich verstaehe nicht, Frantek, wie man sich so besaufen kann!" Frantek: "Wenn di nischt davon verstaehst, red nich drieber."

Am Fahrkartenschalter erscheint eine Frau mit einem Jungen in langen Hosen. "Eich mecht´ne Foahrkarte nach Gruss-Brassel un an Kinderbillett." Der Beamte: "Nanu - ein Kinderbillett? Der Junge hat ja schon lange Hosen an." Die Frau dahinter: "Woas - geiht´s jetze uff der Boahne noach de Husen? Doa foahr eich joa fier die Hälfte!" Die Großmuttel dahinter: "Nu, doas is´ oaber scheen - doa foahr´ eich joa ganz umsünste!"

Max, sagt der Pfarrer, ich fürchte, ich werde dir nie im Himmel begegnen! "Woas honn Se denn ausgefrassa, Hochwirden?"

Zwei Schneekoppentouristen fragen einen Knecht, der auf einer Wiese Gras maeht, wie lange sie noch bis zum Gipfel brauchten. "Wenn Se sachte giehn" antwortet er bedaechtig, "daürt´s nooch a Weile. Wenn se aber schneller giehn, sein Se eher druba".

"Grossvatta, schenk mir ´n Groschen. Draussen is a Moan der verkoaft Apfelsina." "Wozu a Groschen? Gieh naus un schneid ihm a poar Fratzen. Vielleicht schmeisst er dann eene noach dir."

Wenn doas nich fer die Wanzen gutt is, da weess ich nich, was besser is", sagte der Baür, als seine Kaluppe abbrannte.
 Tante Lina:"Nu, Fritzchen, giehst du gerne ei die Schule?" - Fritzchen:"Na ja, es muß ju giehn, bloß man versaut sich dan ganzen Vormittag."

Der Liebig Baür sitzt in der Schänke beim Skat. Plötzlich stürmt sein Knecht herein:"Herr Chef, kumma sie och schnell, Ihre Wohnung brennt, an ihre Frau steckt drinne an koa ne raus." Der Liebig Baür zu seinen Skatkumpeln: "Na, hiert amool, wenn die Sache asu ist, do warn mer nuch 3 Runden spieln."

Eine schlesische Baürfrau:"Oh Gott, Paule, jitzt hoabe ich äben aus Versehen eene Stecknoadel verschluckt." - Paule sieht von seiner Zeitung auf und brummt:" “Räg Dich doch ne asu uff, Ale, woas kustet denn schunn an Stecknoadel!"

Nichtraucher. Schaffner zu einem Baür in der Bahn nach Schreiberhau:" Machen Sie die Zigarette aus." "Nee, ich denke nee droan", sagr der Baür. Schaffner:" Könne Sie nicht lesen, Sie haben doch dort das Schild im Wagen, Nichtraucher." Baür:" Nu. do machen sie oaber an Punkt, mei Lieber, wenn ma sich nuch ollen Schildern richten sellte Gucken Sie amool dorte drüben stieht ju au : Tragt Maukana - Büstenhalter, na, und tragen Sie vielleicht diese Dinger?"

Hier geht kein Weg. Der Neumann Paür geht den Feldweg entlang und besieht sich seine Felder. Es kommt Engberts Hermoan qür über die Wiese gelaufen. Der Neumann Paür meint:" Du, Hermoan, hie gieht kee Waig!" Hrmann drehte sich sachte um und meint:" Nu hier ock, Neumann, wenn ich war a poar Mool durchgeloatscht sein, werd schunn enner warn!"

Sein Wunsch. Im Hause Müller ist der Storch zum zweiten Male eingekehrt und es gab Zwillinge. Der kleine Hans durfte dafür zwei Tage von der Schule fernbleiben. Seine Freude war groß und er sagt:" Mutter, wenn du nächstens amool Drillinge kriegst, koan ich doo drei Tage derheeme bleiba.?"

Weit gekommen. " Na, Karle, woas machste denn jitzt asu aler Junge?" " Ich verkofe Möbel." "Gieht doas Geschäft gutt?" " Mäßig, es sein nämlich meine Eigenen!"

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